SPÖ Frauen Niederösterreich

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Frauen. Macht. Geschichte.

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten." Vor diesem Hintergrund ist Frauengeschichte ein fester Bestandteil der Frauenakademie. Wenig ist von Frauen bekannt, denn Geschichte wird meist von Männern geschrieben. Allerdings ist eines gesichert: Seit es Menschen gibt, sind es Frauen UND Männer, die die Geschichte beeinflussen – sowohl im negativen Sinne wie auch im positiven.

Unter dem Motto „Das hab ich erlebt, weil ich Frau bin“, erzählten die Teilnehmerinnen ihre persönlichen Geschichten. Für manche gab es bereits bei diesem Punkt ein Aha-Erlebnis: „Ich komme gerade drauf, dass ich immer zu wenig hinterfragt habe – besonders was strukturelle Formen von Diskriminierungen angeht“, so eine Teilnehmerin.

Frauen-Persönlichkeiten, ob in der Politik oder in der Kunst, stehen im Mittelpunkt dieses interessanten Moduls. Sie alle haben an den gesellschaftspolitischen Veränderungen ebenso wie Männer ihren Anteil. Natürlich gibt es auch die Schattenseiten. „Frauen sind nicht besser wie Männer, nur die Rahmenbedingungen unterscheiden sich gravierend von jenen der Männer“, so Kulturvermittlerin Petra Unger.

Wie wichtig Sprache für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung ist, wurde am Beispiel des Frauenwahlrechts in der Schweiz deutlich. Die lange Hinauszögerung des Frauenwahlrechts wurde mit der männlichen Formulierung im Gesetzestext argumentiert. Im Gesetzestext kamen nur „Bürger“ vor, deshalb gab es keine Rechte für „Bürgerinnen“ also für die Frauen. Dieser juristischen Auslegung des Textes wurde bis 1971 Recht gegeben. Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass der Einfluss der Sprache keine Erfindung von Feministinnen ist, sondern tatsächlich für viele Ungleichheiten verantwortlich ist.

„Jede Frauengeneration, die gewonnene Rechte nicht verteidigt und neue nicht erobert, hat ein Stück von ihnen verloren.“  (Marie Luise Janssen-Jurreit)