SPÖ Frauen Niederösterreich

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Frauenkonferenz. Selbstbestimmt. Laut. Stark.

Viel ist passiert, seit sich Frauen vor hundert Jahren das Recht erkämpft haben, wählen zu gehen. Vor dem Gesetz sind die Geschlechter gleichberechtigt. In der Realität sind Frauen immer noch viel zu benachteiligt. Es gibt noch viel zu tun. Das machte die SPÖ NÖ Landesfrauenvorsitzende, LAbg. Elvira Schmidt bei der Landesfrauenkonferenz in Mannswörth deutlich.

„Seite an Seite mit unserer neuen Vorsitzenden gestalten wir die Zukunft – selbstbestimmt, laut und stark – und setzen uns gegen den schwarz-blauen Sozialabbau zur Wehr und tun alles dafür, dass Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können“, erklärt Schmidt: „Zum ersten Mal seit 130 Jahren ist eine Frau an der Spitze der Sozialdemokratie. Das ist ein historischer Schritt und eine große Chance, die es zu nutzen gilt!“

„Selbstbestimmt. Laut. Stark“, das ist das Motto der Landesfrauenkonferenz, deren Teilnehmerinnen „Rot sehen“: „Wir sehen die Zukunft rot – denn nur die Sozialdemokratie ist eine verlässliche Partnerin, die sich lautstark für die Frauen einsetzt“, macht Schmidt klar. Auch einhundert Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sind Frauen nur in der Theorie, aber nicht in der Praxis gleichgestellt. Sie verdienen weniger, haben kleinere Renten und sind seltener Chefs. Noch immer sind es meist sie, die sich um Kinder und Alte kümmern. Sexistische Erniedrigungen und Gewalt gegenüber Frauen sind auch im Österreich des Jahres 2018 verbreitet.

Zwt.: Handlungsbedarf in Sachen Gleichstellung
Auch in unserem Land sind zuletzt Stimmen lauter geworden, die von Gleichberechtigung wenig halten. Landesfrauengeschäftsführerin Annemarie Mitterlehner rief dazu auf, dass Errungenschaften für Frauen immer wieder aufs Neue erkämpft und auch verteidigt werden müssten. „Nichts ist für immer.“

Großen Handlungsbedarf in Sachen Gleichstellung sehen Schmidt und Mitterlehner beim Arbeitsmarkt. Frauen und Männer wollten selbstbestimmt leben und Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können. Die SPÖ NÖ trete dafür ein, dass Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut werden. Niederösterreichische Kindergärten haben im Jahr 31,7 Schließtage, damit liegt unser Bundesland im unteren Mittelfeld. „Es ist längst überfällig, die Familien organisatorisch und finanziell zu entlasten und ganztägige Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen, die auch am Nachmittag kostenfrei sind. Die Eltern müssen die Wahlmöglichkeit haben: Diese ist nicht gegeben, da Betreuungskosten monatlich mehrere hundert Euro ausmachen können. Eltern mehrerer Kinder bleibt so unterm Strich kaum etwas, trotz höherem Arbeitsstundenausmaß“, erklären Schmidt und Mitterlehner: „Der Bedarf an Betreuung steigt, aber die schwarz-blaue Regierung erhöhen die Mittel dafür nicht. Wir wollen, dass die Kindergärten werktags mindestens 9,5 Stunden geöffnet sein müssen.“

Zwt. Schmidt als Landesfrauenvorsitzende bestätigt
Elvira Schmidt wurde in ihrer Funktion als Landesfrauenvorsitzende bestätigt. Sie wurde von den Delegierten mit 91 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Zu den ersten GratulantInnen zählten Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Bundesfrauenvorsitzende Nationalrätin Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner, Europaabgeordnete Karin Kadenbach, die dritte Landtagspräsidentin Karin Renner, Bürgermeisterin Karin Baier und Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar.