SPÖ Frauen Niederösterreich

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FRAUEN.letter vom 20. August 2013

 

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20. August 2013

 

 

Betrifft: 12-Stunden-Arbeitstag ist eine frauenfeindliche Forderung

 

Aus Sicht der Frauen: Rote Karte für den mehr als unausgegorenen und wohl kaum ernst zu nehmender Vorschlag der ÖVP, das Arbeitsrecht mit einem Schlag wieder ins 19. Jahrhundert zu katapultieren.“ (Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek)

 

Frauen haben heute schon Schwierigkeiten, Kinder mit einem Vollzeit-8-Stunden-Job zu vereinbaren. Deshalb haben wir in Österreich eine noch immer viel zu hohe Teilzeitquote. Wie bitte schön soll das bei 12 Stunden funktionieren?

 

Der Vorschlag eines 12-Stunden-Argeitstages wie ihn die ÖVP nun vorschlägt ist nicht nur aus ArbeitnehmerInnen-Sicht mehr als bedenklich und ein Schritt zurück ins vorvorige Jahrhundert. Er ist es auch aus gleichstellungspolitischer Sicht. Denn er würde die alten, starren Rollenbilder festschreiben: der Mann geht – dann noch länger – arbeiten, während die Frau zuhause bleibt und die Hausarbeit, Kindererziehung etc. übernimmt.

 

Aus Sicht der Frauen: Rote Karte für den mehr als unausgegorenen und wohl kaum ernst zu nehmender Vorschlag, das Arbeitsrecht mit einem Schlag wieder ins 19. Jahrhundert zu katapultieren.

 

Das ist eine arbeitnehmerInnenfeindliche Forderung – und nicht die einzige der ÖVP. Sie steht in Wahrheit für:

 

* Lohnkürzungen – denn nichts anderes bringen flexiblere Arbeitszeiten

* Sie wollen das Frauen länger arbeiten – Pensionsantrittsalter

* Gegen 1.500 Euro Mindestlohn, den es so dringend braucht

 

Wir wollen das genaue Gegenteil: Runter mit den Überstunden, die vorwiegend von Männern geleistet werden, eine Arbeit, die sinnstiftend und erfüllend ist, die uns möglichst lange gesund im Arbeitsleben hält. Faire Löhne für Frauen wie Männer; und eine gerechte Aufteilung der unbezahlten Arbeit zuhause.

 


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